Unsterblichen-Epos 1

Die Tochter der Unsterblichen (Unsterblichen-Epos 1) - Dania Dicken

Arinaya führt ein ganz normales Leben, bis sie eines Abends knapp einer Entführung durch die Handlanger eines mächtigen Adligen entgeht. Danach überschlagen sich die Ereignisse: Sie gerät an einen gleichaltrigen Burschen namens Nilas, der mit der Organisation der Diebe in Verbindung steht und ihr sagen kann, warum sie verfolgt wird. Der königliche Berater Linthizan will sie in seine Gewalt bringen, weil sie möglicherweise die letzte Unsterbliche sein und über magische Kräfte verfügen könnte.
Gemeinsam mit seinem Kameraden Marthian will Nilas die junge Frau beschützen und außer Landes bringen, doch sie treffen auf erheblichen Widerstand und sind sogar gezwungen, zu töten.
Im benachbarten Thorman begegnen sie dem Gelehrten Vikormos, der sich in der Lage sieht, Arinaya im Beherrschen der Magie zu unterrichten, falls sie die sein sollte, die Linthizan sucht. Um das herauszufinden, machen die drei jungen Leute sich auf eine weite, gefährliche Reise zum Tempel des unendlichen Schlummers, wo sie etwas erfahren, das erst der Anfang ihres Kampfes sein soll.
Sie beschließen, gegen Linthizan in den Kampf zu ziehen, um zu verhindern, daß er den Thron an sich reißt. Zwar erringen sie einen Etappensieg gegen ihn, doch seine Rache fällt umso grausamer aus…
(Dania Dicken)

Arinaya ist Heilerin und lebt zusammen mit ihrem Vater und ihrem Bruder. Mit 19 Jahren ist sie noch unverheiratet, weil sie sich nicht ihrem Mann unterwerfen will. Damit löst sie fast einen kleine Skandal aus, was ihr aber gar nichts ausmacht. Eines Tages wird sie angegriffen und kann nur mit Hilfe von Nilas entkommen. Er erklärt ihr, dass Linthizan, der Berater des Königs, nach Mädchen sucht, welche während der Konjunktion geboren wurden. Denn eines dieser Mädchen könnte die Tochter eines Unsterblichen sein und Linthizan will sich mit ihr einen unsterblichen Erben sichern um die Macht an sich zu reißen. Nilas und sein Freund Marthian wollen Arinaya helfen und bringen sie außer Landes. Der Gelehrte Vikormos will ihnen ebenfalls helfen und erzählt ihnen von einem Orakel, denn sie müssen erst herausfinden ob Arinaya überhaupt die letzte Unsterbliche ist. Also machen die drei sich auf die Suche nach dem Orakel und treffen auf ihrer Reise auf Zaruk, der ihnen das Leben rettet. Er ist ein Dremenol, ein Verwandter der Unsterblichen. Auch er will den Freunden helfen. Beim Orakel angekommen finden sie heraus, dass Arinaya nicht das gesuchte Mädchen ist, aber sie erfahren, wer es ist. Und so machen sich die vier auf, um das Mädchen zu suchen und zu beschützen.

Der Anfang der Geschichte war etwas holprig. Man musste sich erst einmal in die Handlung reinlesen und nachvollziehen, dass Arinaya, Nilas und Marthian so selbstverständlich zusammen außer Landes gehen, auch wenn sie keine andere Wahl hatten. Die drei haben sich ziemlich schnell damit abgefunden. Und auch alle anderen, die sie auf dem Weg "aufsammeln" helfen ihnen selbstverständlicherweise. Ich musste mich auch erst daran gewöhnen, dass die alte Rechtschreibung verwendet wurde.
Zuerst dachte ich, dass Arinaya und Nilas zusammenkommen, weil er sie am Anfang gerettet hat und er mir auch sympathischer war, als Marthian, der mir irgendwie zu langweilig war und nicht wirklich viele Ecken und Kanten hat. Aber es wurde schnell klar, dass Marthian und Arinaya Gefühle für einander entwickeln. Nilas ist ungebunden auch glücklicher, doch auch das könnte sich ändern.
Die Idee der Unsterblichen, die schon vor langer Zeit verschwunden sind, fand ich wirklich gut. Einer der Unsterblichen hat sich in eine Sterbliche verliebt. Sie und ihr ungeborenes Kind wurden getötet, da die Unsterblichen ihre reine Blutlinie nicht verunreinigen wollten. Danach gab es eine Prophezeiung, dass das Kind, ein Mädchen, irgendwann doch geboren wird und genau so kommt es auch, obwohl keiner wirklich daran geglaubt hatte.
Stellenweise konnte ich gar nicht aufhören zu lesen und manchmal war ich froh, wenn das Kapitel endlich zu Ende war, weil die Handlung sich sehr gezogen hat. Zum Ende hin hat die Handlung aber noch einmal richtig an Fahrt aufgenommen und die letzten 150 Seiten habe ich in einem Zug durchgelesen.

Fazit: Der erste Teil des Unsterblichen-Epos führt den Leser langsam in die Welt von Magie und fantastischen Wesen ein. Man lernt die Charaktere gut kennen, auch wenn mir manche ein bisschen zu glatt sind. Band zwei kommt im Dezember und ich bin gespannt, was auf die Freunde noch zukommt, da der erwartete Cliffhanger am Ende ausblieb. An die Schreibweise muss man sich zunächst etwas gewöhnen aber die Idee und das Finale machen das wieder wett.