Alles ist doof!

The Catcher in the Rye - J.D. Salinger

New York, 1950er: Holden Caulfield wird mal wieder von der Schule (Internat) geworfen, weil er in jedem Fach, außer Englisch, durchgefallen ist. Anstatt noch die paar Tage bis zu den Ferien abzuwarten, fährt er schon Samstag abend wieder nach Hause, bzw. nach New York. Sein Plan ist es, erst zu seinen Eltern zu gehen, nachdem diese den Brief der Schule bekommen haben. Also nimmt er sich ein Zimmer in einem Hotel.

Problem Nr.1: irgendwie kann er nicht gut alleine sein. Er läd alle möglichen Leute zu einem Drink ein, sogar den Taxifahrer, er ruft mitten in der Nacht "Freunde" an und schlendert durch die Stadt.

Problem Nr.2: mit anderen Menschen kann er aber auch nicht so. An jedem hat er etwas auszusetzten. Seine Mitschüler waren alles "phonies", hatten nervige Angewohnheiten oder taten ihm einfach leid, obwohl er sie nicht ausstehen konnte.

Auch an sonst allem hat er was auszusetzen. Seine Schule war doof, die Lehrer natürlich, seine Fächer, Leute, die billige Koffer hatten,Sängerinnen, Pianospieler, Taxifahrer, Bars, Hotels, eigentlich alles.

Halten wir fest: Holden findet alles und jeden scheiße (außer seine Familie und ein Mädchen, dass er nicht vergessen kann, ständig anrufen will, es aber dann doch nicht tut, weil man für sowas "in the mood" sein muss), kann nicht gut alleine sein und will ständig Gesellschaft haben und wenn er sie dann hat, will er sie doch nicht mehr, weil ihn irgenwas an der Person stört.

Mein Problem: ich weiß nicht ob ich das Buch jetzt gut fand oder nicht :D

Der Schreibstil ist super. Es ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und gibt den Charakter von Holden super wieder. Aber ich kann ihn einfach nicht ausstehen. Ich hab wirklich noch niemanden erlebt (auch nicht fiktional), der so viel rumzumeckern hat, wie Holden. Er mag ja gar nichts. Deshalb gibt es hier mal keine Bewertung.