Spoileralarm

Mal wieder eine Verschwörungstheorie

The Last Pope. Lus Miguel Rocha - Luis Miguel Rocha

Papst Johannes Paul I war nur einen Monat im Amt bevor er starb. Es gibt viele Theorien darüber. Kardinäle von damals waren in Finanzskandale verwickelt, haben in Pornographie und Waffenhandel investiert und der neue Papst war dagegen. Deshalb wurde er angeblich umgebracht. Von den Freimaurern (von wem sonst), bzw von der P2 Loge, einer italienischen Freimaurerloge, die sich von den eigentlichen Freimaurern abgelöst haben und viel radikaler waren und sind.

Eine Liste von P2-Mitglieder gerät in die Hände von Sarah Monteiro, einer Journalistin. Sie soll umgebracht werden, wird gerettet, flieht, es wird wieder auf sie geschossen, sie wird wieder gerettet, flieht mit ihrem Retter, findet raus, dass ihr Vater P2-Mitglied ist, wer den Papst getötet hat, dass die CIA mit drinne steckt. Nichts neues.

Ich finde, dass die Handlung gerade am Ende nicht ganz so viel Sinn macht (oder ich habs einfach nicht verstanden). Was das ganze aber wirklich unglaubwürdig macht, ist der Brief von J.C., dem Mörder des Papstes und Großmeister von P2, der auch eine Rolle in dem Buch hat. Angeblich hat er den Autor beauftragt das Buch zu schreiben und seine SIcht darzustellen. Fiktion und Wirklichkeit werden natürlich vermischt. Im Anhang befinden sich auch ein paar Seiten Q&A. Der Autor sagt, dass er J.C. getroffen hat und dieser ihm bewiesen hat, dass er den Papst ermordet hat. Ja, ist klar. Der Mörder des Papstes, der Großmeister von P2, der sein halbes Leben damit verbracht hat, seine Geschichte zu verheimlichen, kommt auf einmal an und beauftragt einen Autor alles aufzuschreiben. Und der Autor macht das natürlich auch. Der Mörder eines Papstes läuft also immer noch irgendwo in der Welt rum, will aber das die ganze Welt weiß, was er gemacht hat.

Ich könnte noch ein bisschen so weiter machen.

Das Buch hat eigentlich ganz gut angefangen, wurde aber immer schlechter und unglaubwürdiger.