Kein Twilight 2.0!!!!!

Beautiful Creatures  - Kami Garcia, Margaret Stohl

Von wegen schnulziger Twilight-Verschliss. Beautiful Creatures ist herrlich un-Twilight-mäßig. Es gibt zwar ein paar "Ich kann nicht ohne dich leben"-Momente, die aber erstaunlicherweise nicht schnulzig zum ko***n sind. Hätte ich das Buch nicht empfohlen bekommen hätte ich es nie gelesen.

Zur Abwechslung mal aus der Sicht des Typen geschrieben (macht das ganze nochmal unschnulziger), ist Beautiful Creatures nicht nur eine Teenie-Liebesgeschichte, sondern auch eine wunderbare Darstellung des Südens der USA. Jedenfalls von Hinterwäldler-Kleinstädten. Ein großer Teil der Handlung geht um Ausgrenzung. Lena soll der Schule verwiesen werden, nur weil sie nicht die selben Klamotten trägt wie ihre Mitschüler und im Allgemeinen einfach anders ist. Es fängt eine regelrechte Hexenjagt an, während Ethan und Lena versuchen herauszufinden, wie sie den Fluch aufhalten können, was ihre Familien von ihnen geheim halten und wie sie ihre Teenie-Zeit halbwechs gut überstehen können.

Wenn man den Film gesehen hat, kann ich den Vergleich mit Twilight sehr gut verstehen. Er ist unglaublich schlecht und konzentriert sich einzig und allein auf die Liebesgeschichte. Die Hexenjagt wird nur ganz kurz angeschnitten, was einen großen Teil der Handlung ausschließt. Bedeutet: 2 Std Rumgesülze. Man hätte so einen guten Film draus machen können aber nein, man entscheidet sich für die Twilight-Variante, in der Hoffnung auf Erfolg. War wohl nix.

Noch ein großer Nachteil des Films: das Haus, was sich im Buch der Stimmung des Hausherren anpasst und mehr oder weniger lebt, ist im Film lediglich ein langweiliges, nicht einladendes Haus mit einer großen Treppe in der Eingangshalle, das immer mal eine andere Farbe hat. Schade.